Johannes der Täufer
Patron der Kirche in Rheinbischofsheim
Johannes der Täufer ist der letzte Prophet des Alten Testamentes, der erste Märtyrer des Neuen Testamentes.
Sein hebräischer Name bedeutet „Gott ist gnädig“.
Im Neuen Testament wird er als Vorläufer von Jesus Christus bekannt. Es wird sowohl von der Geburt(Lk 1,57 – 80), als auch dem Wirken(Lk 3, 1 - 20 und dem Tod von Johannes berichtet. Er wurde nach göttlicher Verheißung als Sohn des Zacharias und der Elisabeth geboren. Noch im Mutterleib begegnet er dem Erlöser und wird von seiner Gnade erfüllt(Lk 1,39 – 45). Er begann im Alter von ca. 27 Jahren in der Wüste zu predigen und die Menschen zur Umkehr und Buße zu bewegen. Bekleidet in Kamelhaar(heute eine Kostbarkeit!), lebte er von Heuschrecken und wildem Honig. Er bekehrte viele und taufte am Jordan mit der Taufe der Umkehr. Auch Jesus lässt sich von ihm taufen.
Jesus selbst bezeichnet Johannes als „Größten unter allen Menschen“(Lk 7,
Mt 14, 3 - 12 und Mk 6,17 – 29 berichten ausführlich über den Tod des Johannes. Der Legende nach soll Salome(der Name wird nicht genannt), die Tochter von Herodes Frau Herodias, den Kopf des Johannes als Belohnung für einen Tanz gefordert haben, wozu sie von ihrer Mutter angestiftet wurde.(29. Aug, Enthauptung)
Das Markusevangelium stellt Johannes als Vorläufer und Wegbereiter Jesu dar. Bei Matthäus und Lukas überwiegen seine wort- und bildgewaltigen Drohreden, die das nahe Gottesgericht verkünden. Bei Johannes hat der Täufer die Funktion des Zeugen für Jesus.
Johannes, eine der zentralen Figuren des Christentums, hatte darüber hinaus viele Anhänger im Judentum. Er wird im Koran erwähnt und auch der römisch-jüdische Schriftsteller Josephus Flavius berichtet von ihm.
Johannes der Täufer in der Kirche
Johannes der Täufer ist einer der bedeutendsten Heiligen im Katholizismus und er Orthodoxie. Er gilt als Vorbild des Asketen. Sein Gedenktag haben wir gestern, am 24. Juni gefeiert. Dieser Tag wird als Hochfest gefeiert und es gibt eine eigene Messtexte für diesen Tag.
Das Hochfest Johannes der Täufer ist – ausgenommen der Festtag Maria Geburt, ist der einzige Geburtstag eines Heiligen, den die Kirche begeht.
Die Lichtsymbolik spielt am Johannistag auch aus dem biblischen Bericht heraus eine wichtige Rolle. Über den Vorläufer und Wegbereiter Jesu heißt es bei Lukas. „Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes“ (Lk 1,78f).
Und später soll Johannes selber gesagt haben: „Er(Jesus Christus) muss wachsen, ich aber muss abnehmen“(Joh 3,30) dem entsprechen die Sonnenstunden beider Gedenktage. Am 24. Juni gibt es die kürzeste Nacht und den längsten Tag im Jahreslauf; aber ab diesem Termin werden die Tage immer kürzer und die Nächste immer länger. Und am 25. Dez ist es genau umgekehrt.
Dargestellt wird Johannes oft im Fellgewand mit einem KreuzStab, sowie einem Lamm. Er zeigt oft auf Christus, verbunden mit einen Spruchband „Ecce Agnus Die“ , „Seht das Lamm Gottes!“
Brauchtum: Johannisfeuer(besonders in den Nordländern!) ist ein altes Symbol für die Sonnenwende
Bauernregeln zum Johannistag: